Fallstudien zu Object Storage

Object Storage zieht das Interesse von IT-Profis auf sich, weil es eine Antwort auf die Herausforderungen kosteneffektiver Skalierung von Storage bietet, um das kontinuierliche Wachstum unstrukturierter Daten zu befriedigen. Durch den vermehrten Einsatz von Object Storage werden sich jedoch mehr Unternehmen einer weiteren Tatsache bewusst: Object Storage ist eine bahnbrechende Technologie, die Kosten senkt und die Prozesse im Zusammenhang mit Disaster Recovery vereinfacht.

Dank Object Storage werden alle Storage-Knotenpunkte, unabhängig von ihrem Standort und ohne Dateisystem-Hierarchie, gemeinsam verwaltet. Bei der Speicherung erhält ein Objekt eine einzigartige Kennung: bei Aktualisierung oder Änderung wird es anschließend als neues Objekt gespeichert.

Die Architektur einer Object Storage-Plattform ist grundsätzlich fehlertolerant. Dies bedeutet, dass Unternehmen Standardsysteme nutzen können und mehrfache, dramatische Hardware-Ausfälle ohne Datenverluste überstehen können. Wenn z. B. ein bestimmter Server oder ein Speichergerät herunterfährt, hat dies keinen Einfluss auf den Betrieb, weil die enthaltenen Daten bereits auf mehreren Geräten an verschiedenen physikalischen Standorten innerhalb der Infrastruktur gespeichert sind.

Dadurch ist es nicht mehr erforderlich, mehrere Standorte zum Katastrophenschutz zu errichten, was geringere Kosten, weniger Verwaltung, einfachere Wartung und natürlich eine höhere Geschwindigkeit, Präzision und Wiederherstellungsgenauigkeit bedeutet. In einigen Anwendungsfällen gibt es gar keine Wiederherstellung – sogar bei einem Versagen fahren die Anwendungen nicht herunter und die Anwender bekommen nicht mit, dass es ein Problem gab. In diesem Whitepaper untersuchen wir zwei Arten von Anwendungsfällen, in denen Object Storage die Dynamik von Disaster Recovery verändert.


Unstrukturierte Daten

Worum handelt es sich bei unstrukturierten Daten

Unstrukturierte Daten sind Informationen, die sich nicht in einer herkömmlichen Datenbank befinden. Beispiele unstrukturierter Daten umfassen:

  • Multimedia-Inhalte
  • E-Mails
  • Textverarbeitungsdokumente
  • Videos
  • Fotos
  • Audio-Dateien
  • Präsentationen
  • Webseiten

Während diese Dateien über eine interne Struktur verfügen, werden Sie dennoch als unstrukturiert erachtet, weil ihre Daten nicht präzise in eine Datenbank passen. Experten schätzen, dass 80 bis 90 Prozent der Daten in einem Unternehmen unstrukturiert sind.


Cloud-Backups und Disaster Recovery

Cloud-Backups und Disaster Recovery

Bei Backups und Wiederherstellungen benötigen Sie üblicherweise einen Speicherort. Der beste Speicherort ist standort- oder rechenzentrumsübergreifend verfügbar. Mit einer Object-Storage-Lösung erschaffen Sie ein einziges Storage-Umfeld, das automatisch in mehreren Rechenzentren repliziert wird. Wenn Daten in dem Object-Storage-System bereitgestellt werden, existieren sie an allen diesen Standorten. Sollte es nicht möglich sein, auf einen Standort zuzugreifen, ist der Vorteil dieser Architektur, dass Sie dennoch Backups und Wiederherstellungsverfahren von anderen Standorten aus durchführen können.

Eine weitere Überlegung in Bezug auf Disaster Recovery ist die Fehlertoleranz der Object-Storage-Lösung. Die Lösung muss eine deutliche Anzahl von Hardware-Ausfällen ohne Datenverluste aushalten können. Im Vergleich zu Do-It-Yourself-Lösungen führt dies durch die Nutzung standardisierter Hardware mithilfe der Storage-Infrastruktur zu deutlichen Kosteneinsparungen.


Weitere Vorteile der Object-Storage-Disaster-Recovery-Lösung

Vorteile der Object-Storage-Disaster-Recovery-Lösung

Dies sind einige Vorteile der Object-Storage-Disaster-Recovery:

  • Geringere Kosten: Ressourcen von Failover-Servern werden konsolidiert, was die Kosten für Server, Rechenzentren und Strom verringert.
  • Geringere Komplexität: Cloud-basierte Disaster Recovery ist grundsätzlich weniger kompliziert und effizienter als herkömmliche DR-Pläne.
  • Schutz: Datenschutz schützt vor absichtlicher oder unabsichtlicher Datenkorruption innerhalb einer intakten Infrastruktur.
  • Geschäftskontinuität: Eine hohe Verfügbarkeit sorgt trotz Komponenten- oder Umgebungsversagen oder während geplanter operativer Prozeduren dafür, dass die Anwendungen verfügbar bleiben.

Zusätzlich zu Disaster Recovery konnte Budd den SwiftStack Objektspeicher zur Kostensenkung von Backups der virtuellen Maschinen nutzen und die Verwaltung zugleich vereinfachen. Budd nutzt SwiftStack zur Erfassung und Replizierung von Backups virtueller Maschinen (VM) über Veeam-Backup- und Replikationswerkzeuge. Diese Backup-Festplatten sparen Kosten, weil es nicht mehr notwendig ist, mehrere Kopien auf verschiedenen Medien, außer der Network-attached Storage (NAS), aufzubewahren. Wegen der Replikation unter regionalen Büros gibt es keinen zusätzlichen Bedarf, auf externe VM-Backups zuzugreifen und sie zu aktualisieren.

Einige Unternehmen errichten ihre geschäftskritischen Anwendungen rund um das Object-Storage-Umfeld. In diesen Architekturen stellt die Redundanz und Fehlertoleranz der Object Storage sicher, dass es keinen Bedarf für Disaster Recovery gibt. Die Anwendungsdaten werden an mehreren Standorten gespeichert. Versagt ein Knotenpunkt an einem Standort, leitet das DNS Benutzer an einen verfügbaren Standort weiter. Somit erleiden Benutzer mit ihren Anwendungen keine Ausfallzeiten oder Leistungsausfälle.


Compliance- und Cloud-Archivierung

Compliance- und Cloud-Archivierung

Allgemein gibt es zwei Gründe, um Daten in Object Storage zu archivieren. Im ersten Fall geht es um die Erstellung eines zentralen Speicherstandortes für unstrukturierte Daten, wie Dokumente und Medien. In der Geschäftswelt begegnen wir häufig Teams, die zusammenarbeiten und Daten teilen müssen. Eine beliebte Lösung zur Archivierung und zum Teilen von Dateien, die heute von vielen Unternehmen inoffiziell genutzt wird, ist Dropbox.

Stellt die Nutzung einer unüberwachten Lösung wie Dropbox aufgrund von Datenschutzbedenken einen Grund zur Sorge dar, sollten Sie eine Object-Storage-Lösung in der Public Cloud in Betracht ziehen. Object-Storage-Lösungen wurden entwickelt, um vielfältige, unstrukturierte Datenarten zu speichern und zu pflegen. Z. B.:

  • Recherchedaten
  • Medien (Bilder, Videos, Audio-Dateien usw.)
  • Textverarbeitungsdokumente
  • Präsentationen
  • Weitere Geschäftsdokumente

Ein zweiter beliebter Grund für die digitale Archivierung mit Object Storage ist, die Anforderungen eines Unternehmens im Hinblick auf rechtliche, behördliche und Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Die Art (unstrukturierter) Daten in diesem Fall heißt „Cold Data“. „Cold Data“ bezieht sich auf einen Datentyp, auf den nicht häufig zugegriffen werden muss. Diese Daten müssen jedoch über einen bestimmten Zeitraum hinweg gepflegt werden, um behördlichen und Compliance-Anforderungen gerecht zu werden und auf ein Audit vorbereitet zu sein. Grundsätzlich müssen Speicherrichtlinien erstellt werden, die festlegen, wie nicht mehr benötigte Daten gelöscht werden und wem Zugriff gewährt wird.

Muss der Datenzugriff aus rechtlichen, behördlichen oder Compliance-Gründen gewährleistet sein, ist die Speicherung großer Mengen „Cold Data“ über längere Zeiträume hinweg nicht unbedingt förderlich. Bei der Auswahl einer Storage-Lösung sollte ein Unternehmen bedenken, wie schnell unvorhergesehene Anfragen umgesetzt werden müssen und sich behördliche und Compliance-Daten ändern. Behördliche, rechtliche und Compliance-Anforderungen haben die Entwicklung von Electronic Discovery-(eDiscovery)-Software gefördert. Beliebte eDiscovery Software-Pakete umfassen:

  • Hitachi Data Discovery Suite
  • AXS-One Inc.
  • FAST
  • Guidance Software Inc.
  • Index Engines Inc.
  • Kazeon Systems Inc.
  • Lucid8 LLC
  • Messagesolution Inc.
  • Mimosa Systems Inc.
  • Sherpa Software
  • StoredIQ Inc.
  • Zantaz Inc.

Wenn Ihr Unternehmen in einer stark reglementierten Branche arbeitet, wird dringend empfohlen, bei der Auswahl einer Object-Storage-Lösung eDiscovery zu berücksichtigen.

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